König UBU   ab 3.6.2017

 

Feige, wehleidig und faul – Vater Ubu scheint nicht gerade zum König geboren und eigentlich ist der Dragonerhauptmann mit seinem Schicksal auch ganz zufrieden. Bis seine Frau ihn auf die Idee bringt, dass er noch viel mehr haben könnte, wenn er nur den König umbringen und sich an seine Stelle setzen würde. Der gefräßige Ubu muss nicht lange überredet werden, massakriert hinterhältig den König und reißt die Krone an sich. Auf die orgiastischen Feierlichkeiten zur Machtübernahme folgt für die Bevölkerung ein böses Erwachen: erbarmungslos und brutal metzelt König Ubu alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt. Die Adeligen werden hingerichtet und ihre Güter der Staatskasse einverleibt, der Justizapparat wird abgeschafft und bei den Bauern treibt er höchstpersönlich die Steuern ein. Während das ausgeblutete Volk aufbegehrt fällt der russische Zar mit seiner Armee in Polen ein und der Tyrann und seine Gattin werden vom rechtmäßigen Thronfolger, dem einzigen Überlebenden der Königsfamilie, getötet. 

1896 stand Jarrys "König Ubu" zum ersten Mal auf einer Theaterbühne und gilt seitdem als Inbegriff des dummdreisten Tyrannen. Ubu-eske Figuren begegnen uns nicht nur im Theater, sie treten vor allem auch auf der politischen Bühne immer wieder auf. Während die einen noch immer mit ungläubigem Staunen auf die Entgleisungen eines Donald Trump reagieren, tritt bei den anderen eine wachsende Begeisterung für den "starken Mann", der offen ausspricht, was angeblich alle denken zutage. In einer Zeit, in der das Wort "Gutmensch" als Schimpfwort verwendet wird,  in der dazu aufgerufen wird, die Sorgen der Pegida-Anhänger ernst zu nehmen, setzen wir uns auseinander mit dem Rausch der Macht, der Faszination für vorgeblich starke Männer, den Tyrannen und Potentaten dieser Welt und ihren Anhängern.

 

Es spielen: Christoph Linder, Christiane Ostermayer und Anke Stedingk

Regie: Ingeborg Hoffmann

Bühne und Kostüm: Pauline Knoblauch


Heute weder Hamlet  

Theaterstück von Rainer Lewandowski

 

mit: Willi Schlüter

 

Regie: Sibylle Brunner

 

Das haben Sie hoffentlich noch nie erlebt im Theater:

 

die Vorstellung fällt ersatzlos aus wegen Beinbruchs des Hauptdarstellers. Also heute weder Hamlet noch irgendetwas… Aber da hat man nicht mit dem krisenerprobten und katastrophengestählten Ingo Sassmann (Willi Schlüter), seines Zeichens Vorhangzieher, und Mann hinter den Kulissen gerechnet. Als dieser erfahrene Theatermann das einfach sitzen gebliebene Publikum erblickt, lässt er es sich nicht nehmen, ausführlich aus seinem Nähkästchen zu plaudern und seinen gespannten Zuschauern nicht nur seine eigene, wechselvolle Karriere zu erzählen, sondern auch vielfältige, durchaus indiskrete Einblicke hinter die Kulissen zu ermöglichen. Kurzum, was Sie schon immer gern gewusst hätten über das Leben und Treiben auf den Brettern, die die Welt bedeuten, hier wird es Ereignis.

 

Dieses Stück ist ein gefundenes Fressen für einen Schauspieler wie Willi Schlüter und auch für Sibylle Brunner, die für dieses Stück die Regie übernommen hat.

  Video


Mona Schakalaka gegen den Rest der Welt

(c) THEATER in der LIST
(c) THEATER in der LIST

Ein Theaterstück von Willi Schlüter

für Schulkinder im Alter 6-12 Jahre, die stark sein wollen

 

Eine Produktion des THEATERS in der LIST Hannover in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Hannover Abtlg. Jugendschutz mit dem Schwerpunktthema

"Stärkung des Selbstwertgefühls"

 

Inhalt:

Mona ist 8 Jahre alt und ein bisschen dicker als die anderen Mädchen in ihrer Clique. Eines Tages erfährt sie von ihnen, dass sie bei den "Wilden Emms" deswegen nicht mehr mitmachen darf. Als "dicke Planschkuh" wird sie rausgemobbt. Sie zieht sich immer mehr zurück und spielt allein in ihrer Phantasiewelt die Abenteuer von Mona Schakalaka, eine mutige Zauberhexe, die alle Probleme dieser Welt mit ihrer Zauberkraft lösen kann. Und  dann ist da auch noch Benjamin Kackfrosch ein kleines Monster, das Mona Schakalaka gegen den alten Drachen Pyrolus Feuerzahn beschützen muss.

 

Zwei Schauspieler ein Mann und eine Frau spielen mit allen Mitteln des Theaters und unter aktiver Einbeziehung der Kinder die Geschichte von Mona, die ein klein wenig zu moppelig ist und deswegen von ihrer Clicque gemobbt wird. Ohne pädagogischen Zeigefinger, aber mit viel Spaß und auch viel stillen Szenen und Situationen zum Nachdenken wollen wir unseren kleinen Zuschauern Mut machen, sich selbst zu akzeptieren und Mut machen, mal etwas selbst zu entscheiden. 

für Schulen und Kitas

 

Video: Mona Schakalaka      Fotos


Odysseus                                          26.8. und 15.9. um 20.00 Uhr

(c) N.Stolze
(c) N.Stolze

ODYSSEUS  von Kim Noerrevig   

Ein spannendes Theaterstück nach Motiven der Homer‘schen Odyssee. 

Mitten in der Nacht wird ein erschöpfter Mann ans Ufer der Insel Ithaka gespült. Nur sein alter Hund erkennt den Fremden, der vor vielen Jahren in den Krieg gegen Troja zog. König Odysseus ist nach zwanzig Jahren zurückgekehrt. und er hat viel zu erzählen: Wie der Krieg in Troja verlief und wie sich die erfolgreichen Griechen auf die Heimreise machten. Wie er immer wieder aufgehalten wurde, in Lebens-gefahr geriet und in Abenteuer verwickelt wurde. Wie er den Zyklopen Polyphemos überlistete, die geheimnisvolle Zauberin Circe für sich gewann und anderen sagenhaften Gestalten begegnete. Willi Schlüter, schlüpft in alle Rollen dieses sehenswerten Theaterstücks. 

Schlüter setzte alles ein, was einem Schauspieler zur Verfügung steht: Gestik, Mimik, Sprache, Tempo, Körper und Requisiten….  Klar, dass der Beifall nicht ausblieb. Wolfsburger Nachrichten

Vorstellungen für Schulen nach Bedarf !

Willi Schlüter wurde von der Jury auf dem internationalen Festival "MONOACT" im Kosovo für seine Leistung in Odysseus im April 2014 mit dem Award " Bester Schauspieler" ausgezeichnet.

Mit dieser Produktion gastierte das THEATER in der LIST auch auf dem internationalen Festival für Monodrama in Ulan-Bator in der Mongolei vom 27.9. bis 6. 10. 2015 !

Willi Schlüter wurde im Mai 2017 mit dem „Grand Prix“, der höchsten Anerkennung des "Internationalen Festival’s für Monodrama in Bitola  / Mazedonien 2017“, ausgezeichnet. Die internationale Jury unter Leitung des türkischen Regisseurs und Dramatiker Emre Erdem  entschied, den Hauptpreis an Willi Schlüter zu geben für das Stück „Odysseus“!

 

Hier ein Link über den mazedonischen Fernsehbericht: https://www.youtube.com/watch?v=JgMIueEcIgw

Hier ein Link mit Ausschnitten der Aufführung in Bitola :https://www.youtube.com/watch?v=ZgxfCUAcH_Y

 


PORFEL und PRALONE                                       zur Zeit nicht im Programm

ein Stück über Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen und bei uns Zuflucht suchen.                                                                                                                    für Kinder im Grundschulalter von Willi Schlüter

Pralone ist eine freundliche und lustige Frau. Seitdem sie vor einigen Jahren aus ihrem Heimatland vor dem Krieg fliehen musste, arbeitet sie in einem kleinen Theater als Putzfrau. Wenn sie dort alleine ist singt und spielt sie, und träumt von Prinzen und anderen Märchenfiguren – und, sie träumt auch oft von ihrer verlassenen Heimat und ihrem vermissten Sohn, den sie als Baby in den Kriegswirren verloren hat. Eines Tages bemerkt Pralone, dass sie nicht allein im Fundus ist. Ein fremder Junge hat sich dort eingeschlichen und versteckt.                                                                      Von weit her übers Meer ist er nach Deutschland geflohen…                                                                                                       Was ist das für ein Junge? Wie denkt er ? Wie spricht er ?  Wie fühlt er ? Wie kann man ihm helfen ?                        Pralone nimmt die Sache in die Hand und eine spannende Geschichte mit einem überraschenden Ende nimmt seinen Lauf.

„Porfel und Pralone“ ist ein Stück, das mit vielen Versatzstücken arbeitet. Märchenmotive einbaut – wie „Dornröschen“ oder die „Bremer Stadtmusikanten“. Und Theater als Theater vorstellt. Da bricht viel Heutiges ins Stück, ohne mit dem Zeigefinger zu wedeln. Und der Autor – wie schon so oft – überlässt die Moral dem Zufall und verlässt sich aufs Theater. Die Schauspieler spielen Situationen durch, suchen den Kontakt zum jungen Publikum. Fragen über Fragen purzeln über die Rampe und kalkulieren Antworten mit ein. Es ist eine „Geschichte vom Fremdsein, Einsamsein, poetisch, märchenhaft,– und doch sehr heutig“.

Tägliche Schreckensnachrichten von Kriegsschauplätzen aus aller Welt und die Bilder von abertausenden von Flüchtlingen haben unser Land verändert. Noch weiß keiner genau, wie wir all diese Probleme lösen sollen. Aber bei allen Versuchen, Lösungen zu finden, muss vor allem die Mitmenschlichkeit und Solidarität an erster Stelle stehen.

 „Wir machen immer solch ein Theater wegen irgendwelcher Kleinigkeiten. Machen aus banalen Dingen riesige Probleme, jammern über bedeutungslose Unwichtigkeiten, anstatt froh zu sein, in einer einigermaßen heilen Welt zu leben. Vielleicht sollten wir uns darüber mal Gedanken machen – vielleicht sehen wir dann vieles mit anderen Augen!“                                                

Zitat einer 8 jährigen Schülerin nach einer Vorstellung im THEATER in der LIST

 

Das THEATER in der LIST widmet dieses Stück allen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und nun versuchen mit uns in Deutschland zu leben. Wir sollten uns diesem Versuch stellen und freundlich aufeinander zugehen.

 

Das Stück ist eine mobile Produktion und kann ohne großen Aufwand in jeder Schule, Turnhalle, Pausenhalle gespielt werden. Es sollten nicht mehr als 100 Kinder pro Vorstellung teilnehmen.

 

                                                       Anfragen und Buchungen für Vorstellungen im Zeitraum Mai bis Oktober 2016                                                

unter : 0511 / 897 119 46 oder info@ theater-in-der-list.de


FEIND-Berührung 2.0                                           zur Zeit nicht im Programm

Ein emotionales Lehrstück über die Faszination von realer und virtueller Gewalt und den riskanten Weg zum alltäglichen Frieden.mit Willi Schlüter und Tim Schaller 

Das Theaterstück "Feindberührung 2.0". handelt von der Begegnung zwischen einem "Counter-Strike"-süchtigen Jungen (Ben) und einem bosnischen Hausmeister (Herr Baris). Es geht um Gewalt-verarbeitung, Fremdenhass und virtuelle Kriegswelten. Die Würde eines Menschen einerseits und Rachsucht andererseits sind die zentralen Themen des Stücks. Wie aber kann die Flucht in eine virtuelle Welt die verloren geglaubte Ehre zurückbringen und wie soll man mit dem Trauma erlebter Gewalt umgehen? Die Suche nach dem richtigen Platz in der Gesellschaft und dem Weg zu Anerkennung und Respekt verbindet die beiden Protagonisten. Ben ist anfänglich genervt, fast aggressiv und voller Vorurteile gegen den Ausländer Herrn Baris und hat wiederum seine eigene Meinung zu der angeblichen „Computerspielgewalt“. Die Begegnung dieser beiden verläuft taktisch abwartend. Doch langsam findet Herr Baris heraus, was Bens Ehre verletzt hat. Ein gefährliches Geheimnis tut sich auf …Infos für Lehrer