# shakespeare # STURM # modern

frei nach 'Der Sturm' von William Shakespeare

 

Mit Schirm, Charme und großen Masken spielen zwei Schauspieler in 12 Rollen eine Adaption von William Shakespeares ‚Der Sturm‘. Eine spritzige und aktuelle Inszenierung mit moderner Sprache.      Der Sturm, wurde  im November 1611 uraufgeführt und ist eines der Spätwerke William Shakespeares. Er gilt auch heute noch als eines seiner faszinierendsten und rätselhaftesten Stücke.                                                                                                                                     Prospero, der rechtmäßige Herzog von Mailand, ist Opfer familiärer Machtkämpfe und wird mit seiner Tochter in einem kaum seetüchtigen Boot ausgesetzt. Doch gelingt es ihnen sich auf eine einsame Insel zu retten.  Dort übernimmt er die Herrschaft von 3 Seelen. Ihm untersteht neben seiner Tochter Miranda, der Luftgeist Ariel sowie der Ureinwohner Caliban. Der ehemalige Herzog plant seinen Rachefeldzug gegen seine Widersacher. Er befiehlt Ariel, das Schiff des Königs Alonso in einem STURM  kentern - und die Besatzung an der Insel stranden zu lassen. Die Ereignisse überschlagen sich: Die Neuankömmlinge irren auf der Insel umher, unterliegen einer Probe »des menschlichen Wahnsinns «, Miranda verliebt sich unsterblich in Ferdinand, Caliban probt den Aufstand und Ariel verlangt die Freiheit und hat einen größeren Einfluss auf Prospero als ihm selbst lieb ist.                                                                                                                                                   

Mit: Dominique Marino, Christoph Linder                                                                                                         

Regie: Dominique Marino     

Ausstattung: Maximilian Überscher                                                                                                                         

 


"DIE WEISEN NATHAN"

Ein Theaterprojekt nach dem Stück : Nathan der Weise von G.E. Lessing

 

„Was ist das für ein Gott, der für sich muss kämpfen lassen?“

 

Über 200 Jahre alt, hat NATHAN DER WEISE, Lessings berühmter Aufruf zu Toleranz und Menschlichkeit, nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Ein Stück über die drei monotheistischen Weltreligionen und ein humanistischer Appell an die Menschheit: Juden, Christen und Muslime, hört auf, im Namen eures Gottes Kriege zu führen.

Jerusalem, Ende des 12. Jahrhunderts. Der Jude Nathan kehrt von einer Geschäftsreise in die muslimisch regierte Stadt zurück und erfährt, dass seine Tochter Recha von einem Tempelritter aus seinem brennenden Haus gerettet wurde. 

Das Mädchen glaubt fortan an einen Schutzengel. Damit nicht genug wird Nathan, den alle den Weisen nennen, 

zum Sultan bestellt, der eine Antwort auf die höchst heikle Frage haben will: 

Welcher Glaube ist der einzig wahre und richtige? Im Gegensatz zu vielen anderen Inszenierungen von ‚Nathan der Weise‘, die sehr auf der Schwärze von Krieg, Hass und Tod basieren, möchten wir unsere Fassung hell, leicht und humoristisch gestalten, denn  „HUMOR VERBINDET“

 

Mit: Kristin Johnstone, Kristina Mücke, Angelika Reiswich und Dominique Marino

Regie : Dominique Marino 

 

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"Das Boot ist voll"  Theatermonolog von Antonio Umberto Riccò                     nach der szenischen Lesung: „Ein Morgen vor Lampedusa“

Vor der italienischen, zwischen Sizilien und Afrika gelegenen Insel Lampedusa versinkt am 3. Oktober 2013 ein mit 545 Flüchtlingen völlig überladener Kutter. 366 von ihnen ertrinken: Menschen aus Eritrea, Somalia, Äthiopien und Syrien, die vor Krieg und Armut flohen, voller Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa. 

Ganz normale Menschen werden plötzlich mit der Rettung (und dem Tod!) von      Foto (c) Sabina Bredemeier                                                                                  Flüchtlingen konfrontiert. Diese unfreiwillig übernommene Rolle verändert ihr Leben und, zumindest teilweise, ihre Ansichten. Nichts wird mehr so sein, wie es vorher war.  

Am Beispiel von Vito, der eine kleine Eisdiele auf Lampedusa betreibt, erlebt das Publikum die Auseinandersetzung mit der Katastrophe und ihre noch nach Jahren spürbaren Folgen. Mitleid und Empathie, Zorn und Ohnmacht, aber auch Hoffnung und Menschlichkeit prägen „Vitos Monolog“ (provisorischer Titel des Stückes). Er ist nicht die Beschreibung einer Heldentat, sondern der demütige Versuch einen Sinn in diesem Ereignis (und im Leben selbst) zu finden. Langsam wird das Publikum verstehen, dass nur der Zufall Vito und seine Freunde vor diese Aufgabe gestellt hat. Sie waren einfach da, wo auch wir hätten sein können. Sie haben nur das getan, was man tun musste - und wahrscheinlich die meisten Menschen auch tun würden. So wird die Geschichte eine Auseinandersetzung mit unserer sozialen Verantwortung, unseren Werten und Widersprüchen.  

Das Stück lehnt sich thematisch und inhaltlich an die erfolgreiche szenische Lesung "Ein Morgen vor Lampedusa", die der Autor mit einer ehrenamtlichen Arbeitsgruppe aus Hannover seit 2014 bundesweit präsentiert hat. "Vitos Monolog" geht jedoch über die Grenzen der dokumentarischen Beschreibung der Fakten hinaus, die die Lesung prägen, und eröffnet eine gänzlich neue Perspektive auf die Folgen der Flüchtlingsbewegung in unserer Gesellschaft. Aus nüchternen Zahlen und aus Schlagzeilen der Medien wird mit Vito ein Mensch auf der Bühne lebendig mit Gefühlen, Widersprüchen und ehrlichen Fragen. Dieses Theaterstück berührt und soll die jugendlichen Zuschauer auf die Flüchtlingsproblematik aufmerksam zu machen, sie dafür zu sensibilisieren und die Akzeptanz gegenüber Flüchtlingen erhöhen. Deshalb werden nach jeder Vorstellung Diskussionsrunden angeboten, um sich mit dem Thema Flucht und Migration auf eine andere Weise als gewohnt auseinander zu setzen. Das scheint angesichts der aktuellen Wahlausgänge umso wichtiger, um die demokratischen Wurzeln in unserer Gesellschaft zu stärken und populistischen Parteien den rechten Wind aus den Segeln zu nehmen. zu nehmen. Dafür wollen wir mit den Lehrern und Lehrerinnen in den Schulen eng zusammenarbeiten und mit diesem Theaterstück einen Impuls für fruchtbare Gespräche geben.                    mehr Infos

gefördert durch:     


Heute weder Hamlet  Theaterstück von Rainer Lewandowski

mit: Willi Schlüter

Regie: Sibylle Brunner

Das haben Sie hoffentlich noch nie erlebt im Theater: Die Vorstellung fällt ersatzlos aus wegen Beinbruchs des Hauptdarstellers. Also heute weder Hamlet noch irgendetwas… Aber da hat man nicht mit dem krisenerprobten und katastrophengestählten Ingo Sassmann (Willi Schlüter), seines Zeichens Vorhangzieher, und Mann hinter den Kulissen gerechnet. Als dieser erfahrene Theatermann das einfach sitzen gebliebene Publikum erblickt, lässt er es sich nicht nehmen, ausführlich aus seinem Nähkästchen zu plaudern und seinen gespannten Zuschauern nicht nur seine eigene, wechselvolle Karriere zu erzählen, sondern auch vielfältige, durchaus indiskrete Einblicke hinter die Kulissen zu ermöglichen. Kurzum, was Sie schon immer gern gewusst hätten über das Leben und Treiben auf den Brettern, die die Welt bedeuten, hier wird es Ereignis. 

Dieses Stück ist ein gefundenes Fressen für einen Schauspieler wie Willi Schlüter und auch für Sibylle Brunner, die für dieses Stück die Regie übernommen hat.

Das THEATER in der LIST ist mit diesem Stück im Dezember 2017 zum Internationalen Theaterfestival nach Kishinev / Moldavien eingeladen.

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