Wintermärchen 2017

„Die Geschichte von Kalif Storch“

Ein Märchen von Wilhelm Hauff    für die Bühne eingerichtet von Willi Schlüter     

 

Wilhelm Hauffs drei Märchenalmanache erzählen sowohl Märchen aus dem Morgenland als auch in Deutschland angesiedelte Geschichten. Von den orientalischen Erzählungen ist die vielleicht bekannteste die vom Kalif Storch. Sie berichtet von Chasid von Bagdad und seinem Großwesir Mansur, die eines Tages von  einem alten Krämer aufgesucht werden.  Er verkauft ihnen ein geheimnisvolles, Pulver, das den, der es schnupft, in ein beliebiges Tier verwandelt und ihm die Sprache der Tiere verständlich werden läßt.  Nur dürfe man, solange der Zauber andauert, keinesfalls lachen, denn dann vergesse man die Formel 'Mutabor'. Diese allein gibt die menschliche Gestalt zurück; dazu muss man sich beim Aussprechen dreimal gen Mekka verneigen.           

 Voll Neugier probieren der Kalif und sein Großwesir  das Pulver aus und – werden zu Störchen! Kurios genug, jedoch geraten sie bei den hölzernen  Tanzversuchen ihrer neuen Artgenossen, die sie aus der  Ferne beobachten, vor Lachen so außer sich, dass sie sich nicht mehr auf die Zauberformel besinnen können.      

Tage und Nächte streichen sie als Störche unglücklich umher, doch eines Abends begegnen sie einer Nachteule, der verwunschenen  Prinzessin Lusa. Sie verrät ihnen, wie sie dem Zauberer Kaschnur, Urheber des ganzen teuflischen Komplotts, das Zauberwort ablauschen könnten. Der Plan glückt, die drei, Kalif, Großwesir und Prinzessin, werden wieder zu Menschen, kehren zurück ins überraschte und hocherfreute Bagdad, das seinen Herrscher schon lange vermisste.

 

Zukunft oder  Ich habe noch nicht so viel Angst

 

Jugendstück für eine Darstellerin und Laptop                        von Rainer Lewandowski

 

mit Christina Völz

Regie: Rainer Lewandowski 

Jule hat gerade ihre Schulzeit beendet und befindet sich in der Entscheidungs- und Bewerbungsphase für ihre Berufswahl. Eine Phase, durch die jeder Jugendliche, gleich welchen Geschlechts, einmal hindurch muss. Die Situation auf den Arbeitsmarkt ist gesamtwirtschaftlich nicht mehr so, dass jeder davon ausgehen könnte, tatsächlich eine Arbeitsstelle und einen Beruf als Berufung fürs Leben zu finden. Generation Praktikum. Verschärft wird die Lage noch zusätzlich dadurch, dass nächstes Jahr die letzten Absolventen der 13 Schuljahre gleichzeitig mit den ersten Absolventen der 12jährigen Schulzeit auf den Arbeitsmarkt strömen.

Eine berechtigte ‚Angst um die Zukunft’ breitet sich unter den Jugendlichen aus, verstärkt durch eine ungewisse Stellenlage auf einem schrumpfenden Arbeitsmarkt in einer Wirtschafts- und Finanzkrise.

Jule ist daheim geblieben und macht ihre Erfahrungen mit Bewerbungen, Fragebögen und Internet-Interviews mit Personal’sach’bearbeiterInnen. Dabei wird ihr mehr und mehr ihre Lage klar, und sie erkennt ihr Eingebundensein in eine gesellschaftliche Entwicklung, die sie nur bedingt für gut und erstrebenswert empfindet. Jule ist politisch interessiert und kennt sich ein wenig aus, wodurch sie eine kritische Sicht auf die soziale und ökonomische Struktur der sie umgebenden Gesellschaft beziehen und formulieren kann.

Caro, Jules beste Freundin, geht einen anderen Weg: Sie macht erst einmal ein soziales Jahr in Afrika.

Dieses Jugendstück versucht einen Blick in das Innere seiner Hauptfigur Jule zu zeigen, in ihre Hoffnungen, in ihre Ängste, in ihre Lebenslage. Dazu benutzt das Stück sehr unterschiedliche Gestaltungsformen vom Song über die gespielte Szene, Emails, Skype Gespräche, Bewerbungsinterviews bis hin zur interaktiven Beteiligung des Publikums, wobei das Publikum kurzzeitig in die gleiche Situation wie Jule versetzt wird.

Es ist mobil und auch ohne technischen Aufwand als Klassenzimmerstück einsetzbar.

Buchungen ab sofort unter 0511 897 119 46

 


DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK für Schulen und Schulklassen.

Anfragen und Buchungen für Vorstellungen in Ihrer Schule ab September 2016  unter : 0511 / 897 119 46 oder info@ theater-in-der-list.de

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